Borngrabenschule als regionales Beratungs- und Förderzentrum (rBFZ)

Die Borngrabenschule gehört landesweit zu den Förderschulen, die sich bereits im Schuljahr 1993/94 zu einem sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentrum  weiterentwickelt haben. Das präventive Angebot umfasste anfangs zwei Lehrerstellen. Mittlerweile arbeiten im Schuljahr 2015/16 35 Lehrkräfte mit unterschiedlichem Stundenkontingent an den allgemein- bildenden Schulen der Stadt Rüsselsheim sowie den Schulen der Mainspitze (Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg). Seit dem Schuljahr 2013/14 sind Lehrkräfte der Georg-August-Zinn-Schule für die BFZ-Arbeit an die Borngrabenschule abgeordnet und unterstützen die Arbeit sowohl bei den Vorbeugenden Maßnahmen als auch in der Inklusiven Beschulung.

In den letzten 4 Jahren haben sich verschiedene Schwerpunktsetzungen ergeben:

  • Kooperationen mit den allgemeinen Schulen in Rüsselsheim und der Mainspitze
  • Mitarbeit in den Besonderen Bildungsgängen der Werner-Heisenberg-Schule/ Berufliche Schule des Landkreises Groß-Gerau in Rüsselsheim.
  • Fokussierte Konzeptarbeit im Rahmen der Modellregion Inklusion
    Hierfür haben sich im Schuljahr 2013/14 fünf Schulen bereiterklärt gemeinsam an Konzepten zur Inklusiven Beschulung zu arbeiten:
    Geog-Büchner-Schule / Rüss., Schillerschule / Rüss., Georg-Mangold-Schule / Bischofsheim, Alexander-von-Humboldt-Schule / Rüss., IGS Mainspitze / Ginsheim-Gustavsburg

Vorrangiges Ziel der präventiven Arbeit in den Grundschulen ist, den SchülerInnen mit temporären Lern- und Verhaltensproblemen die Teilnahme am Unterricht in der allgemeinen Schule durch Beratung und Förderung sichern zu helfen und die Haltekraft speziell der Grundschulen zu stärken.
Die Lehrkräfte in der Inklusiven Beschulung unterstützen die allgemeinen Schulen durch Aufgaben in der Differenzierung, des Teamteachings und im fachlichen Austausch über die Fördermöglichkeiten der SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache.

Neben den beschriebenen Aufgaben, die auch in der Sekundarstufe Gültigkeit haben, gilt es dort die Inhalte des Unterrichtsfachs Arbeitslehre und der Berufsorientierung zu implementieren und gemeinsame Kriterien für den Berufsorientierten Abschluss und darüber hinaus für die Möglichkeit zur Erlangung des Hauptschulabschlusses festzulegen.

Die Mitarbeit in den Besonderen Bildungsgängen der Beruflichen Schule verfolgt integrative Ziele. Die Erreichung des Hauptschulabschlusses und/oder die Einmündung in zumindest mittelfristig gesicherte Arbeitskontrakte stehen im Vordergrund der unterstützenden Arbeit.

Mit den einzelnen Schulen wurden seit 2013 Kooperationsvereinbarungen geschlossen, die jährlich evaluiert und neu vereinbart werden.

Zu den vorrangigen Schwerpunktaufgaben der BFZ-Lehrkräfte zählen:
Informieren, Beraten, Diagnostizieren, Fördern, Kooperieren und Koordinieren.
Inhaltlich umfasst das BFZ-Angebot folgende Bereiche: Sprachförderung, Erstlesen, Konzentrationstraining, Wortschatzerweiterung, Textverständnis, Schulung der auditiven Merkfähigkeit, methodisch-diadaktische Fragen des mathematischen Lernens sowie die Förderung in den Bereichen Wahrnehmung und Grafomotorik.
Im Vorfeld des Antrags auf förderdiagnostische Stellungnahme sind die BFZ-Lehrkräfte Beratungs- und Unterstützungspartner.

Die BFZ-Arbeit wird seit dem Schuljahr 2011/12 in den regelmäßig stattfindenden BFZ-Konferenzen organisiert und strukturiert.
Die Aufteilung erfolgt dabei in Förderschullehrkräfte an Sekundarschulen bzw. an Grundschulen (2x).

Der Arbeitsgruppe gehören alle in der präventiven Arbeit tätigen Lehrkräfte an. Es wurden dabei folgende Schwerpunkte bearbeitet:

  • Organisation der förderdiagnostischen Abläufe
  • Informationsweitergabe
  • Erfahrungsaustausch – interne fachkollegiale Beratung
  • Fortbildung in relevanten Bereichen der sonderpädagogischen Arbeit
    Evaluation der Arbeit und gemeinsame Absprachen.

Darüber hinaus entwickeln sich zurzeit Kooperationen mit der Dezentralen Schule für Erziehungshilfe besonders für den Bereich der Sekundarschulen und mit der Helen-Keller-Schule (Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung) im Bereich der Inklusiven Beschulung in den Grundschulen.
Für diese Arbeit wurde bereits eine zusätzliche Arbeitsgruppe installiert, in der Schulleitungen und Lehrkräfte der allgemeinen Schulen gemeinsam mit den Förderschullehrkräften sich über die Arbeit im Bereich des Förderschwerpunkts Geistige Entwicklung austauschen und an Kriterien und Gelingens-bedingungen für die Beschulung der anvertrauten SchülerInnen arbeiten.